Berge, Klettern, Wandern, Klettersteig, Umweltschutz


Revo: mehr Sicherheit durch Technik?

Neues bidirektionales Sicherungsgerät:

Revo von Wild Country

Wild Country bringt ein neues Sicherungsgerät auf den Markt, das laut Image-Video mit einer Fliehkraftkupplung arbeitet. Es kann beidseitig verwendet werden, d.h. es gibt keine eindeutige Seite mehr für das Seilende, das zum Kletterer führt und jenes, welches zur Sicherungshand geht. Das Gerät soll gleichermaßen gut für Rechts- und Linkshänder geeignet sein die Handhabung eines Tubers mit der Sicherheit eines Halbautomaten kombinieren.

Der Preis liegt bei gut 100€. 

 


Klettern und Naturschutz:

Hallo Zone 3!

Der Landkreis Göttingen hat kurz vor der Umweltausschuss-Sitzung am 18. Januar einen neuen Entwurf der Verordnung zum Landschaftsschutzgebiet "Reinhäuser Wald" vorgelegt, der die Unterschutzstellung des FFH-Gebietes 110 in diesem Jahr zum Thema hat. Das Verfahren war 2016 wegen ausstehender Erlasse der Landesregierung und wegen neuer Erkenntnisse beim Naturdenkmalschutz ("Abri", also steinzeitliche Felsdächer) verschoben worden. Aus Sicht der Sportkletterer hat sich dieser neue dritte Entwurf gegenüber dem zweiten deutlich verändert: wundersamerweise ist die Zone 3 wieder zurück gekehrt. Juhuu!

 



Im cleanen Riss: Pauligk mit Papagei auf der Schulter.

Nachruf

Roland Pauligk tot

Pauligk, ein späterer Pionier des Trad-Kletters, also des Kletterns auf "cleanen" (hakenlosen) Routen, verließ die DDR 1960 mit 22 Jahren in Richtung Australien. Rock and Ice berichtet über die seinerzeit nicht ganz einfach Emigration von der polnischen Grenze aus über West-Berlin. Dort fing er an nicht nur auf Bäume, sondern an Felsen zu klettern und Klemmkeile aus Messing zu bauen, um Risse selber absichern zu können. Das Material Messing wählte er dabei, damit sich die Keile besser in den Stein "beißen", als das sehr harte Oberflächen das tun würden. Seine Keile wurden als RP's - benannt nach Roland Pauligks Initialien - bekannt und viel gehandelt. Pauligk starb im Januar 2017 im Alter von 79 Jahren. 


Alpenvereins-Hütten:


Spontanität adé? Rast auf der Wasseralm

Hüttenbuchung im Wandel

Früher ... ja früher ... da konnte man einfach in die Berge gehen, seine Routen und Etappenlängen spontan der Tagesform oder der Wetterlage anpassen, und man hat auf jeder Hütte ein Abendessen und eine eigene Matratze bekommen. 

Heutzutage ... ja heutzutage ... da wird viel Wert auf Planung gelegt. Da kann man nicht mehr einfach so kommen und gehen wie man will. Heute geht es um Effizienz! Auch in den Rückzugsräumen, in denen wir uns vom "effizient sein" erholen wollen. 

Zwischen früher und heute liegt aber auch eine Verdoppelung der Alpenvereinsmitglieder innerhalb von 20 Jahren, ein Wander- und Kletterboom, eine höhere Mobilität, größere Flexibilität und ein enormer Zuwachs an Komforterwartung der Bergtouristen.

Auch auf Vereinshütten geht es heute um Investition, Auslastung und Kostendeckung. Das kann man traurig finden. Aber wie soll man auf die veränderten Bedingungen reagieren? Den massenhaften Bau neuer Hütten oder immer größerer Berghotels kann kein Naturfreund wollen.

Film Tour:

Banff Mountain Film
am 18.04. in Kassel


Stephan , DAV Göttingen

Sicherungsgeräte, wie wird das Sicherungsgerät richtig eingesetzt, Probleme mit dem eigenen Sicherungsgerät oder Interesse ...

Sonntag, 05. Februar 2017 11:41