Berge, Klettern, Wandern, Klettersteig, Umweltschutz

Göttinger Klettergebiete:

Klettern in Göttingen

Malerische Sandsteinlandschaften

Umweltausschuss des Landkreises Göttingen billigt Neufassung

Am 26. Juni tagte der Umweltausschuss des Landkreises Göttingen unter anderem zum Thema Landschaftsschutzgebietsverordnung "Reinhäuser Wald", das unter Kletterern für seine Sandsteinfelsen und -Türme bekannt ist. Die Neufassung war nach einer Normenkontrollklage notwendig geworden, die auf einem Formfehler beruhte. Das Umweltamt teilte mit, dass eine der betroffenen Gemeinden die Bürger-Informationen zum Beteiligungsverfahren nicht satzungsgerecht ausgehängt hatte. Die Änderungen beinhalten einige Verbesserungen für die Forstwirtschaft. Ein privater Waldeigentümer bezeichnete die neue Version als "30% besser" gegenüber der bestehenden Verordnung von 2017.

Die Verabschiedung der Verordnungen zu den FFH-Gebieten im Landkreis Göttingen ist längst überfällig. Die Verfahren ziehen sich seit 7 Jahren hin, besonders für den Reinhäuser Wald gab es immer wieder neue Versionen und sich ändernde Rahmenbedingungen. Es drohen Millionstrafen aus Brüssel wegen der Verzögerung der Umsetzung der Natura-2000-Richtlinie in nationales Recht. Die zuständige Dezernentin sagte am Rande der Sitzung, der Minister riefe sie im Wochentakt an, um das Verfahren zu beschleunigen.

Bezüglich des Klettersports bietet die Neufassung keine Änderungen gegenüber dem Status Quo. Eingaben des DAV Landesverbandes Nord und der DAV Sektion Göttingen wurden abgelehnt. Besonders beim Punkt Kulturdenkmalschutz zeigt sich der LK weiterhin wenig kompromissbereit. Zur Umsetzung der Verordnung gehört auch die Auszeichnung der Felsen mit Schildern zur Information der Kletterer. Geplant ist derzeit, nur die zum Klettern freigegeben Felsen zu kennzeichnen. Das wird bei den illegalerweise immernoch sporadisch beklettereten Publikumslieblingen Wampe und Wellenwand wenig helfen, da diese dann ja nicht gekennzeichnet würden. Kletterer, die man dort antrifft geben i.d.R. an nach Kletterführer ausgewählt zu haben. Wer kann einem das verübeln? Der 2015er Kletterführer stimmt aber oft nicht mehr. Aufklärung bringt da nur ein Blick in die aktuelle DAV Felsinfo Datenbank. Eine weitere Merkwürdigkeit der Göttinger Verordnungen ist die in Niedersachsen einmalige Abschaffung der Zonierung. Bei der Auszeichnung der Felsen hat sie zur Folge, dass das bundesweit für die Kennzeichnung der bekletterbaren Bereiche verwendete umkreiste Zeichen ▶ ("rechts klettern!") kaum angewendet werden kann, da es ja eine Grenze zwischen Zone 1 und Zone 2 meint. Ein Mitarbeiter des LK teilte dazu mit, dass deswegen wahrscheinlich immer 2 Schilder in dieser Art ◀ ▶ gesetzt werden würden, was dann "rechts und links klettern!" heißen würde. Allerdings sei die Umsetzung nicht vor 2021 zu erwarten, weil es zu viele Aufgaben mit höherer Priorität gäbe und zudem Stellen beim LK unbesetzt seien. 

Neuland in Aussicht

Schon am Tag vor der Umweltausschusssitzung erteilte der Landkreis Göttingen dem DAV (und damit seinen Mitgliedern) eine Erlaubnis zum Beklettern von 16 Sandstein-Felswänden außerhalb der FFH-Gebiete. Es handelt sich dabei um Steinbrüche in Landesforstbeständen z.B. im Garte- und Helletal. Eine erste Schätzung beziffert das Potential der Erlaubnis auf ungefähr 100 Routen. Hier wird sich für den AKN und die Erschließer der Region einige Arbeit anbahnen. Zudem gibt es einen Grauwackensteinbruch an der Sösetalsperre im Südharz, an dem die Zeichen auf Erschließung stehen. Das ist besonders erfreulich für die Region Südharz, wo ja im Moment nur die Burgruine Scharzfeld zum Klettern freigegeben ist.

Waldkauz in Arenshausen und Scharzfeld

Am Siechenbergbruch in Arenshausen und an der Burgruine Scharzfeld wurden brütende Eulen gesichtet. Es handelt sich in beiden Fällen wahrscheinlich um Waldkauze. Dies wird zur Zeit untersucht. Kletterer werden gebeten umsichtig zu sein, die Brutstätten weiträumig zu meiden und Sperrungen (Flatterband) auf jeden Fall zu respektieren. Üblicherweise gehen Brutsperrungen bis Ende Juli. Im nächsten Jahr könnte in Arenshausen auch eine Spreeung zur Anbahnung einer Vogelbrut ausgesprochen werden. Der DAV Göttingen versucht in Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde in Heiligenstadt das zu sperrende Gebiet möglichst exakt einzugrenzen und damit außerhalb liegende Routen ganzjährig offen zu halten.

Zurück zur Startseite

Tessin

Die Gemeinschaftsfahrt zum Klettern
im Maggiatal hat noch Plätze frei !


Multi-Pitch Klettern und Erholung
im rustikalen Ferienhaus



Stefan

Vorstieg-Team, m, 45+, sucht Kletterer, die regelmäßig mit uns im RoXx klettern. Wir klettern 1x / Woche und bewegen uns derz...

Freitag, 19. April 2019 19:00
Happy Birthday

150 Jahre DAV