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 Thermisches Kürzen eines Kletterseils

Geschäftsstelle:

Neuer Service

Kennen Sie das Problem, dass Sie oberflächliche Schadstellen am Mantel eines Kletterseiles sehen und sich Gedanken über die Haltbarkeit machen? Meist sind die Zweifel an der Tragfähigkeit eines Seiles unbegründet, denn was wir vom Kletterseil sehen, ist der Mantel. Die Tragfähigkeit wird aber vom Kern gewährleistet. Die Durchtrennung einzelner mikroskopisch dünner Fasern am Mantel ist zunächst eine normale Abnutzungserscheinung am Seil. Wenn das Seil nicht alt ist (Herstellerangaben beachten!) und der Knicktest keine weiteren Bedenken liefert, ist eine solche Verdickung des Seils kein Grund es wegzuwerfen.
Häufig ist die Abnutzung des Seilmantels in der Nähe der Enden besonders ausgeprägt. Bevor man sich ständig Gedanken macht, ob es Sinn macht das Seil neu zu beschaffen, sollte man das einfach tun. Alternativ gibt es noch die Möglichkeit, das Seil zu kürzen. Wir können dabei helfen...

In der Regel wird man dazu an beiden Enden die gleiche Länge abschneiden, um der Mittenmarkierung ihren Sinn zu lassen. 

Ein scharfes Messer reicht dazu aus. An den Enden sind Mantel und Kern dann allerdings nicht mehr verbunden, wenn sie nicht miteinander verwoben sind. Es entsteht die Gefahr der Verschiebung des Kerns im Mantel und ästhetisch ist so ein ausgefranstes Ende auch kein Gewinn.

In der Geschäftsstelle der DAV Sektion Göttingen steht jetzt ein thermischer Seilschneider zur Verfügung, der die Seilenden beim Durchtrennen verschweißt. Mitglieder können ihn zur Geschäftszeit kostenlos (selbst) nutzen. 

Bringen Sie ihr Seil mit, breiten Sie die beiliegende hitzebeständige Unterlage aus, wärmen Sie den Seilschneider ähnlich wie bei einem elektrischen Lötkolben etwa 10 Sekunden vor (Taste drücken), und drücken Sie die erhitzte Schneide dann auf die zu trennende Stelle. Optimalerweise haben Sie diese Stelle vorher schon gefunden und mit einem Edding gekennzeichnet.

A propos Kennzeichnung - wenn wir gerade mal dabei sind - ist die Mittenmarkierung eigentlich noch gut erkennbar? Wenn nicht, kann diese mit einem Edding 3000 nachgezeichnet werden. Die DAV Sicherheitsforschung hat die Unbedenklichkeit* der betreffenden Tinte 2008 überprüft. 2010 hat sich das Tintenrezept zwar geändert, Edding bezeichnet die neue Zusammensetzung aber ebenfalls als ungefährlich für Polyamid-Seile. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit eine Scharfkantenbelastung gerade an den 5 cm des Seil zu erleiden, die gekennzeichnet sind, schon 2002 von Pit Schubert als nahe Null beziffert worden. Wenn das Seil auch eine Wäsche verdient, dann kann man die ja vorher machen ...
*vgl: Peter Albert: Alpinklettern (2012)

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Dienstag, 12. November 2019 19:52