Berge, Klettern, Wandern, Klettersteig, Umweltschutz


Neue Wege: Apenbergwand

AKN-Bericht:

Klettermöglichkeiten in Südniedersachsen
entwickeln sich

Nachdem wir Felskletterer jahrelang immer mehr Einschränkungen bei den Zugangsberechtigungen hinnehmen mussten, zeigt  2020 eine eher positive Entwicklung auf. Ein Gerichtsurteil macht Hoffunung für den Nordharz, der LK Göttingen nimmt den Römerstein im Südharz ins Visier und im GöWald entstehen neben der Klappenhauwand weitere attraktive Klettersteinbrüche. 
 

Im Juli hob das Verwaltungsgericht Braunschweig in einer Verhandlung zum Kletterverbot an den Bodensteiner Klippen den Kletterverbotsbescheid auf. Das Verbot wurde vom LK Wolfenbüttel aufgrund des §31 Waldrecht (NWaldLG) im Jahr 2015 erteilt. Die vom Landkreis zur Beschränkung des Betretensrechts angeführten Gründe seien nicht stichhaltig und nicht ausreichend bewiesen, so das Gericht. Der DAV Landesverband Nord ist zuversichtlich, dass im weiteren Verlauf der Verhandlungen eine Kletterregelung für die Klippenkette, die Sofaklippe, Geroldstein, Schornstein und Hüttensporn erreicht werden kann.


Regelungsvorschlag Römerstein

Im Südharz geht der LK Göttingen die Regelung des Naturschutzgebietes Bad Sachsa an. Das Verfahren wurde jahrelang immer wieder verschoben, um die Natura-2000 Regelungen (z.B. Reinhäuser Wald) zuerst abzuwickeln und Strafzahlungen an die EU zu vermeiden. Im jetzigen ersten Entwurf der Verordnung sind auch Kletterregelungen für den derzeit gesperrten Römerstein (Kalkfelsen) enthalten. Der Vorschlag beruht auf einem naturschutzfachlichen Gutachten aus dem Jahr 2015, das eine Zonenregelung vorschlägt. Der LK scheint sich hier der bundesweit verwendeten Zonenregelung zu bedienen, obwohl in den Natura-2000-Verfahren Zonierungen grundsätzlich abgelehnt worden waren. Der DAV Landesverband Nord hat die Vorschläge grundsätzlich begrüßt. Bei den Vogelschutzregeln gibt es aber noch Gesprächsbedarf: zum Schutz von Uhuhorsten sollte ein Kletterverbot bis Ende September eingeführt werden. An anderen Felsen wurde hingegen eine Schließung bis Ende Juli als ausreichend erachtet.

Auch im GöWald entwickeln sich neue Möglichkeiten. Grundsätzlich ist die Bedrohung durch Totholz noch immer ein großes Problem und führt an vielen Wänden zur Schließung (Kletterverzicht). Der AKN braucht hier immer noch kompetente Unterstützung von Fachleuten und Helfern, die im Wald mit anfassen können. Manche Wände konnten aber auch schon geräumt werden. Dazu gehört die Benniehäuser Wand (Natursandstein) und der Steinbruch Apenbergwand bei Potzwenden, an dem mittlerweile 11 Routen freigeklettert worden sind. Ein vorläufiges Topo findet sich auf goewald.davgoettingen.de .

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Mathias

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Freitag, 02. Oktober 2020 22:35

Coronavirus - aktuelle Informationen

Alles zur Wiederaufnahme der Sektionsaktivitäten der Sektion Göttingen kann hier im Fahrplan gefunden werden. Die aktuellen Durchführungsrichtlinien fürs Wandern sind hier zu finden. Auch in Weende ist das Klettern unter besonderen Regeln und Maßnahmen wieder möglich, dazu bitte diese Regeln hier beachten.

 

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