Blick von der Jakobikirche

Lokalpolitische Situation

Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium stellte im Januar 2016 in einem Brief an die Landkreise klar, dass Eigentümer von Felsen das Klettern nicht einfach ohne Not verbieten dürfen. Vielmehr bedarf dazu einer plausiblen Begründung, die im Regelfall wohl nicht vorgelegt werden kann. Damit darf jetzt im Prinzip überall geklettert werden, wo es nicht hoheitlich anders geregelt ist. Das bestehende LSG Leinebergland schränkt dabei allerdings die Verwendung von Haken ein.

Der LK Göttingen hatte 2017, nach jahrelangem Zerren und Zieren, auch Felsen auf Privatgrund naturschutzfachlich untersuchen lassen. Das Ergebnis des Untersuchungsverfahrens ist auf den Internetseiten des LK abrufbar. Der beauftragte Gutachter war allerdings ein anderer, als früher. Die FFH-Gebiete 110 (Reinhäuser Wald) und 138 wurden mit einer Landschaftsschutzgebiets-Verordnung geregelt, in die die Untersuchungsergebnisse eingehen. Die Situation ist vor allem angesichts einiger wichtiger von Sperrung wegen des Kulturdenkmalschutzes betroffener Felsen (Knubbelwand, Wampe, Wellenwand, Koloss) unbefriedigend. Insgesamt befinden sich mehrere Tausend Sandsteinfelsen am oberen Leineufer, von denen nicht einmal 50 nennenswert beklettert werden.   

Im November 2017 wurde die Neufassung der Verordung zum LSG Reinhäuser Wald beschlossen und schränkt nun auch das Klettern ohne Hilfsmittel stark ein. Das ist neu gegenüber den bisherigen Vereinbarungen und trifft die Outdoor-Boulderer besonders hart. Gegen die VO wurde erfolgreich geklagt. Eine neue Fassung ohne nennenswerte Änderungen ist 2019 auf dem Weg. Zum Ausgleich für die im FFH-Gebiet 110 verlorenen Möglichkeiten erteilte der Landkreis Göttingen im Juni 2019 eine Erlaubnis nach LSG Leinebergland für 5 neue Steinbrüche mit Routenpotential. Welche Felsen in den FFH-Gebieten zum Klettern und Bouldern freigegeben sind, steht im Verordnungstext. Auch im DAV Felsinfo sind die Regelungen abgebildet. Unsere errata-Seite listet zahlreiche Verändungen gegenüber dem 2015 erschienen Kletterführer.

Die IG Klettern und der DAV Landesverband Nord versuchen landesweit anerkannte Regelungs-Prinzipien auch im Landkreis Göttingen zu etablieren. Die aktuellen Regelungen erfahrt Ihr aus dem DAV Felsinfo. Den Aufruf zu sinnvoller Verbindung von Klettern und Naturschutz findet ihr hier. Der lokale Arbeitskreis Klettern & Naturschutz sucht den Kontakt zu Waldbesitzern und versucht für die Kletterer günstige Regelungen und Vereinbarungen zu finden. Wir brauchen dazu Hilfe. Wer sich ehrenamtlich in diesem Bereich engagieren möchte, ist herzlich eingeladen sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu melden und zu unseren Treffen zu kommen! Weitere Infos findet Ihr im öffentlichen Bereich unserer Cloud.

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Ansprechpartner
GöWald

Ingo     &    Ansgar
   Simon        Weingarten

(Klettergebietsbetreuer)
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Klettern und Naturschutz

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