Blick von der Jakobikirche

Naturschutzreferat


Freiwilliger Beitrag zum Klimaschutz

Vertragsschluss auf der StreuobstwieseZwischen hochstämmigen Obstbäumen und einer Schafherde wurde am 18.08.2020 in Wöllmarshausen in der Gemeinde Gleichen ein Vertrag zwischen dem lokal agierenden Streuobst e.V. und der Sektion Göttingen des DAV geschlossen.

Mit dem Vertragsabschluss sind wir Pate einer 0,7 ha großen Streuobstwiese geworden. Dadurch leisten wir einen freiwilligen Beitrag zum Klimaschutz und tragen zum Erhalt wertvoller regionaler Kultur- und Lebensräume für Menschen, Insekten, Vögel, Fledermäuse und Pflanzen bei. Da Streuobstwiesen mit ihren knorrigen großkronigen Obstbäumen Kohlenstoff speichern, übernehmen sie eine wichtige Funktion beim Klimaschutz. Durch die Ernte von Obst direkt vor der Haustür können zudem weite Transportwege von Obst aus fernen Regionen vermieden werden.

Obstwiesen als ein Element in einem Mosaik unterschiedlicher Lebensräume in unserer Landschaft bereichern das Wohlempfinden des Wanderers oder Fahrradfahrers und steigern die Attraktivität der Region.

Unser Engagement basiert auf einer Förderung der Pflege der Fläche – im Gegenzug können wir an organisierten und angekündigten Terminen gemeinsam Obst sammeln und Saft pressen.

Die Pflege der Wiese übernimmt der Streuobst e.V.. Denn es gibt viel zu tun, vor allem den Obstbaumschnitt, aber auch Nachmähen der Brennnesseln nach der Beweidung, Rückschnitte am Gehölzstreifen, Anbringen von Verbissschutz und Nachpflanzungen einzelner Obstbäume. Bei Interesse ist der Umfang unseres Einsatzes ausbaufähig! Sowohl der Streuobst e.V. als auch wir freuen uns über reges Interesse und Beteiligung an unserem schmackhaften Klimaschutzprojekt!

Am Samstag, dem 10. Oktober 2020 wird die erste gemeinsame Apfelplück- und Saftpressaktion stattfinden. Nähere Informationen folgen.


Beteiligt euch beim Naturschutzworkshop!

Seit 2005 ist der DAV ein auf bundesdeutscher Ebene anerkannter Naturschutzschutzverband. Darüber hinaus ist auf der Bundeshauptversammlung im Jahr 2019 eine Klimaschutzresolution verabschiedet worden, die mit dem Aufruf „Die Zeit des Zauderns ist vorbei, wir müssen handeln. Jetzt!“ zu einer konsequenteren Klimapolitik auffordert. In diesem Jahr hat eine Delegation aus Mitgliedern verschiedener bundesweiter Sektionen und des Bundesverbands eine Klimaschutzkonzeption für den DAV erarbeitet, die nach ihrer Verabschiedung auf der nächsten oder übernächsten Bundeshauptversammlung auch die Sektionen und ihre Aktivitäten betreffen wird. Es ist absehbar, dass perspektivisch nicht nur die CO2-Bilanzierung der Bundesgeschäftsstelle, sondern auch der Sektionen ansteht. Als Mitglieder des DAV tragen wir durch unsere Aktivitäten, wie z.B. Bergsport in den Alpen, Klettern im Mittelgebirge, Wanderreisen im Mittelmeerraum, Mountainbiken in den umliegenden Wäldern zur Belastung der Natur, der Umwelt und des Klimas bei. Es sollte für uns selbstverständlich sein, dass wir das Schützen und Bewahren, was wir lieben, so dass es auch zukünftigen Generationen zur Verfügung steht. Daher möchte ich im Rahmen eines Workshops gemeinsam mit euch ausarbeiten und diskutieren, wie wir unsere sektionsspezifischen Aktivitäten, Referate und Einrichtungen umwelt- und klimafreundlicher gestalten können. Mögliche Handlungsfelder sind dabei Mobilität, Infrastruktur, Verpflegung, Veranstaltungen sowie Umweltbildung und Kommunikation. CO2-Emissionsquellen möchte ich mit euch identifizieren und überlegen, wie wir diese zukünftig reduzieren oder vermeiden können. Damit möglichst viele ins Boot geholt werden, wäre es gut, wenn mindestens aus jedem Referat eine Person bei dem Workshop dabei wäre. Bitte tragt euch unter folgendem Link für die Abstimmung zur Terminfindung ein, wenn ihr am Workshop teilnehmen wollt:

https://terminplaner4.dfn.de/EKEz5fmUcJCJX4xA

Bitte beachtet bei der Teilnahme an diesem Dienst die Datenschutzhinweise. Die Abstimmung erfolgt anonym. Die E-Mail-Adressen werden zur Rückmeldung zur abschließenden Terminvergabe gespeichert.
Zur Auswahl stehen folgende Termine:

- Mittwoch 30.09., 07.10. (jeweils 18.00 Uhr)
- Donnerstag 01.10, 08.10. (jeweils 18.00 Uhr)


Es ist ein Zeitrahmen von ca. 3 - 4 h an einem der oben genannten Tage einzuplanen. Die Hygiene- und Abstandsregeln sind bei der Veranstaltung zu beachten. Es wird um Rückmeldung bis zum 15.09.2020 gebeten.
Ich freue mich über eine rege Beteiligung!

Die Naturschutzreferentin
Neele Dietrich

 


Gebrauchte Outdoorartikel finden und abgeben beim Second-Hand-Marktplatz

Outdoorflohmarkt

Der Second-Hand-Marktplatz in der DAV-Geschäftsstelle Göttingen hat Mitte 2020 seine Pforten geöffnet!
Während der Geschäftsstellenöffnungszeiten können saubere und intakte, gebrauchte oder auch ungetragene Outdoorartikel und -bekleidung in Kommission gegeben und natürlich auch erworben werden.

Nähere Informationen zum Verkauf erhaltet ihr in der Geschäftsstelle oder bei neele.dietrich (at) davgoettingen.de

 


Naturpark Münden

Der niedersächsische Naturpark Münden liegt im Oberen Weserbergland zwischen Göttingen, Hann. Münden und Adelebsen und weist eine Größe von rund 45.000 ha auf. Er ist einer der ältesten Naturparks Deutschlands. Naturparke sind für den Erhalt, die Entwicklung und die Pflege von großräumigen, besonders schützenswerten Kulturlandschaften eingerichtet worden. Ein zentrales Ziel der Naturparke ist neben dem Naturschutz das Einbeziehen der örtlichen Bevölkerung und die Attraktivitätssteigerung des ländlichen Raums. Seit dem Jahr 2000 ist die Sektion Göttingen Mitglied des Naturparks. Durch die Mitgliedschaft ist jedes Mitglied der Sektion auch Mitglied im Naturpark Münden und kann daher zu einem reduzierten Kostenbeitrag an den öffentlichen Führungen und Veranstaltungen teilnehmen.
Siehe dazu auch www.naturparke.de und www.naturpark-muenden.de

 


Bergbau- und Geologiepfad

Südlich von Dransfeld verläuft auf dem Hohen Hagen (493 m) der Bergbau- und Geologiepfad auf einer Länge von 3,7 km durch den ehemaligen Basalt-Tagebau. Bis zum Jahr 1971 fanden dort bergbauliche Tätigkeiten statt. Sieben Stationen berichten auf der leichten, ca. einstündigen Wanderung über Geologie und Basaltabbau auf dem Hohen Hagen. Er führt vorbei am 51 m hohen Gaußturm, durch den Steinbruch mit eindrucksvollen Basaltsäulen und durch artenreichen Kalkbuchenwald des Dransfelder Stadtwaldes (Fauna-Flora-Habitat des europäischen Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“). Seit 2004 kümmert sich die Sektion Göttingen des DAVs auf dem Hohen Hagen um die Pflege des Weges. Neben Müllsammlung und Gehölzschnitt wurden vom DAV auch Bänke angeschafft und aufgestellt.

 


Cicindela campestris / Wendebachtal (Gleichen)

An sonnigen Tagen kann man schon im Frühjahr auf den sandigen Abschnitten der Zuwegung zur Knubbelwand den Feld-Sandlaufkäfer (Cicindela campestris) beobachten. Dazu muss man jedoch aufmerksam sein, denn die kleinen, leuchtend-grünen Käfer huschen auf ihren langen Beinen unglaublich schnell davon, sodass man oft nur noch ein Glitzern im Augenwinkel wahrnehmen kann. 

Von daher ist es weniger zu befürchten, dass sie durch Kletterer zertrampelt werden könnten, vielmehr erhält ein regelmäßiges Begehen der Wege den Lebensraum der Käfer.  Die Tiere leben räuberisch und sind daher auf offene Sandflächen angewiesen, wo sie Spinnen und kleine Insekten fangen und mit ihren langen Mandibeln aussaugen….


Ameisenlöwen bevölkern den Felsfuß vieler Sandsteinfelsen

Ameisenlöwen


Seltsame Trichter von einigen Zentimetern Tiefe finden sich an geschützten Stellen im weichen Sand am Fuß so mancher Sandsteinfelsen. Besonders unter leicht überhängenden Teilen der Wand, wo es vor Feuchtigkeit und fallenden Laub geschützt ist, graben Ameisenlöwen ihre Fallen für Insekten. Wer da rein fällt, hat den Netzflügler im Larvenstadium buchstäblich am Hacken. Die im Bild zu sehende Kolonie befindet sich an der Wampe in der Nähe von Reinhausen.

Bitte Vorsicht beim Vorbeilaufen und beim Klettern! Ein einziger unachtsamer Tritt zerstört gleich eine ganze Reihe dieser mühsam gegrabenen Fallen ...


Prächtiger Dünnfarn sucht Lebensraum am Leinesandstein

Im Gegensatz zum Ameisenlöwen mag es der mancherorts schon für ausgestorben erklärte Prächtige Dünnfarn sehr feucht. Fels-Nischen mit Quellwasser-Anbindung wären sein potententielles Siedlungsgebiet. Er gehört zu den Schutzzielen des FFH-Gebietes 110, ist aber wegen seiner Vorlieben für feucht-warmes Klima wahrscheinlich nicht auf du-und-du mit dem Ameisenlöwen ...  

Bisweilen finden sich tatsächlich Felsen, an denen die gesuchten Bedingungen herrschen und das sind mutmaßlich die weniger hohen, was die Konfrontation mit dem Klettersport verringert. Dennoch lohnt es sich, die Augen offen zu halten. Der Prächtige Dünnfarn ist bei uns nämlich alles andere als prächtig, sondern kommt lediglich in einer moosartigen Entwicklungsstufe vor.  

 


Nationalpark Hohe Tauern

Die Arbeitsgemeinschaft Tauerhöhenweg besteht aus 17 Sektionen. Bekannt ist sicherlich die Broschüre „Von Hütte zu Hütte, Tauernhöhenweg Ankogel- und Goldberggruppe“. Die ArGe wurde am 11. Juni 1977 von den deutschen Sektionen, die das Arbeitsgebiet der Ankogel-, Goldberg- und Hafnergruppe mit Hütten und Wegen erschlossen haben in Rosenheim von dem damals 1. Vorsitzenden Olaf Schomburg der Sektion Göttingen gegründet, somit besteht die Arbeitsgemeinschaft 40 Jahre. 

Die Sektion Göttingen ist mittlerweile Mitglied des Vereins Interessensverband Tauernhöhenweg.

Weitere Informationen erteilen wir gerne.

 

Naturschutz-

referent/in

Neele Dietrich
37073 Göttingen

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Karl-Heinz Hesse
Lerchenfeld 7
37124 Rosdorf / Klein Wiershausen
Tel.: 05502 / 94 40 21
Fax: 05502 / 94 40 22
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Coronavirus - aktuelle Informationen

Alles zur Wiederaufnahme der Sektionsaktivitäten der Sektion Göttingen kann hier im Fahrplan gefunden werden. Die aktuellen Durchführungsrichtlinien fürs Wandern sind hier zu finden. Auch in Weende ist das Klettern unter besonderen Regeln und Maßnahmen wieder möglich, dazu bitte diese Regeln hier beachten.